Die Geschichte der Saamen

 

Das Volk der Sonne und des Windes, wie sich die Saamen selbst nennen:

"Wir kommen nicht von irgendwo her, wir waren schon immer hier und wir waren schon hier, noch bevor jemand anderes hier war. Wir sind die Menschen des Landes, wir leben und ernähren uns von dem, was uns die Natur gibt und wir hinterlassen keine Spuren."

 

Anstrengungen und Herausforderungen, Kraft und Widerstand, Recht und Unrecht. Etwa 370 Millionen Menschen bezeichnen sich selbst als "zu einem indigenen Volk zugehörig". Diese Völker entstanden, als es noch keine offiziellen Grenzen gab. Die Samen sind eines dieser Völker und sie leben  als Minderheit in Schweden. Ihre Geschichte beginnt lange bevor Schweden, Finnland, Norwegen oder Russland existierten. Heute gibt es etwa 20.000 Saamen in Schweden und ungefähr 70.000 in Nordskandinavien. Die Meisten leben in Norwegen. Es gilt als sicher, dass vor ca 10.000 Jahren die ersten Vorfahren der Saamen in Nordschweden lebten. Ihre Gebiete erstreckten sich dabei über Nordskandinavien, Finnland und Teilen Russlands. Diese Länder beanspruchen heute die Gebiete die ursprünglich "Sápmi" waren. "Sápmi" wurde früher das Land bezeichnet, in dem die Saamen und Ihre Rentierherden frei über das Land ziehen konnten.

Denn es gab die meiste Zeit keine Grenzen. 

Die Saamen lebten seit Jahrhunderten mit Ihren Nachbarn friedlich zusammen, aber in den letzten 200 Jahren und hier besonders im 20. Jahrhundert gab es dramatische Veränderungen in der Saami Kultur, der Politik, der Wirtschaft und den Beziehungen zu Ihren Nachbarn. Während des 19. Jahrhunderts wurde die Freiheit innerhalb "Sápmi" umherzuziehen immer mehr von den Regierungen kontrolliert. Zum Teil mussten die Saamen in bis zu drei Ländern Steuern zahlen. Während dieser Jahre wurden sie immer mehr diskriminiert und in Ihren Rechten beschnitten.

 

Seit einigen Jahrzehnten entwickelt sich bei den Saamen wieder mehr und mehr ein Bewusstsein für Ihre Ursprünge. Ihre Kunstfertigkeiten und Schnitztechniken. Ihre Kultur und Ihre Musik treten wieder in den Vordergrund. Die Jugend entwickelt ein neues Selbstbewusstsein und besinnt sich auf seine Herkunft und die damit verbundenen Traditionen.